Diane 35 (Cyproteronacetat & Ethinylestradiol) – Patienteninformation
Diane 35 ist ein Kombinationspräparat aus Cyproteronacetat und Ethinylestradiol. Es wird in der Praxis zur Behandlung bestimmter hormonabhängiger Beschwerden eingesetzt und enthält zwei Wirkstoffe, die gemeinsam das hormonelle Gleichgewicht beeinflussen. Die folgende Beschreibung dient der Orientierung und hilft, Wirkungen, Anwendung, Wechselwirkungen und wichtige Sicherheitsaspekte besser zu verstehen.
Hinweis: Medizinische Angaben können je nach individueller Situation variieren. Bei Fragen zu Ihrer persönlichen Eignung, Vorerkrankungen oder der besten Vorgehensweise sprechen Sie bitte mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sowie Ihrer Apotheke.
Grundlegende Produktinformation
| Eigenschaft | Beschreibung |
|---|---|
| Wirkstoffe | Cyproteronacetat + Ethinylestradiol |
| Arzneimittelgruppe | Kombiniertes hormonales Arzneimittel (Gestagen + Östrogen) |
| Typische Darreichungsform | Tabletten (Kombinationspille) |
| Wirksamkeit (allgemein) | Hormonelle Regulierung von Akne-/Hautbeschwerden; zusätzlich empfängnisverhütende Wirkung |
| Wichtiger Sicherheitsaspekt | Erhöhtes Risiko für Blutgerinnsel (abhängig von individuellen Faktoren) |
Wie wirkt Diane 35? (Wirkmechanismus)
Diane 35 kombiniert zwei Wirkstoffe mit unterschiedlichen, aber zusammenwirkenden Effekten:
- Ethinylestradiol (Östrogen): Unterstützt die hormonelle Steuerung des Zyklus und trägt zur Unterdrückung des natürlichen hormonellen Signals bei, das den Eisprung auslösen könnte.
- Cyproteronacetat (Antiandrogen): Wirkt gegen die Wirkung männlicher Hormone (Androgene), insbesondere indem es die Wirkung von Androgenen an Rezeptoren hemmt. Das kann dazu beitragen, androgenbedingte Haut- und Haarprobleme zu verbessern (z. B. Akne, vermehrte fettige Haut, teils auch verstärkte Behaarung).
Durch diese Kombination werden Androgenwirkung vermindert und der Zyklus hormonell stabilisiert. Das kann sich auf Hautbild und mitunter auf andere androgenabhängige Beschwerden auswirken.
Pharmakokinetik: Wie verarbeitet der Körper die Wirkstoffe?
Die genauen Werte können je nach Person, Dosierung und Begleitumständen leicht variieren. Grundsätzlich gilt:
- Aufnahme und Verteilung: Ethinylestradiol und Cyproteronacetat werden nach Einnahme über den Magen-Darm-Trakt aufgenommen und im Körper verteilt.
- Metabolismus: Beide Wirkstoffe werden vor allem in der Leber verstoffwechselt (u. a. über Enzymsysteme). Deshalb können Leberfunktion und Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln eine Rolle spielen.
- Ausscheidung: Metabolite werden überwiegend über die Galle/das Darm-System und teilweise über die Niere ausgeschieden.
- Steady-State: Bei regelmäßiger Einnahme stellen sich Konzentrationen im Blut nach einigen Einnahmezyklen ein.
Wichtig: Bestimmte Arzneimittel können die Abbaugeschwindigkeit verändern. Das kann die Wirkung von Diane 35 beeinflussen und/oder das Risiko für Nebenwirkungen erhöhen.
Typische Anwendung: Wofür wird Diane 35 eingesetzt?
In der Praxis wird Diane 35 insbesondere dann eingesetzt, wenn androgenbedingte Beschwerden vorliegen und eine hormonelle Behandlung sinnvoll erscheint. Typische Einsatzfelder sind:
- Akne (insbesondere ausgeprägte Formen), insbesondere bei hormonellem Zusammenhang
- Androgenabhängige Hautprobleme wie fettige Haut
- Verminderte Androgeneffekte bei entsprechenden Beschwerden (z. B. bestimmte Formen von vermehrter Behaarung)
- Kontrazeption: Wie bei anderen kombinierten oralen Kontrazeptiva ist auch eine empfängnisverhütende Wirkung Bestandteil der Anwendung.
Ob Diane 35 für Sie geeignet ist, hängt von Ihrer Vorgeschichte, Risikofaktoren und dem Schweregrad Ihrer Beschwerden ab.
Wann und wie wird es eingenommen? (Timing & Einnahmeschema)
Diane 35 wird üblicherweise als Kombinationspille im festen Schema eingenommen. Ein typischer Ansatz ist: Jeden Tag zur gleichen Uhrzeit eine Tablette, um einen konstanten Wirkspiegel zu erreichen.
Beispielhafter Einnahmeablauf
- Start: Häufig beginnt man am ersten Tag der Menstruation oder nach ärztlicher Empfehlung (je nach Situation).
- Tägliche Einnahme: Eine Tablette pro Tag.
- Pausen/weitere Zyklen: Je nach Packungs- bzw. Zyklusaufbau folgt ein wiederkehrender Rhythmus. Halten Sie sich an die Angaben der Packung und die Anweisungen Ihrer Ärztin/Ihres Arztes.
Wenn Sie eine Tablette vergessen haben
Das Vorgehen bei vergessenen Tabletten hängt davon ab, wie viele Tabletten vergessen wurden und wie nahe der Zeitpunkt des Vergessens am regulären Einnahmeplan liegt. Beachten Sie die Packungsbeilage und holen Sie bei Unsicherheit ärztlichen/pharmazeutischen Rat ein. Oft ist je nach Situation eine zusätzliche Schutzmaßnahme (z. B. Barrieremethode) für kurze Zeit erforderlich.
Lebensmittel: Gibt es Wechselwirkungen mit Essen?
In der Regel sind Lebensmittel für die Wirksamkeit von kombinierten oralen Kontrazeptiva weniger kritisch als manche Arzneimittel (siehe Wechselwirkungen weiter unten). Dennoch gilt:
- Nahrung direkt: Üblicherweise können Tabletten unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden.
- Bei Magen-Darm-Beschwerden: Wiederholtes Erbrechen oder starke Durchfälle können die Aufnahme vermindern. In solchen Fällen kann zusätzlicher Schutz nötig sein – prüfen Sie das Vorgehen in der Packungsbeilage oder fragen Sie in der Apotheke nach.
Alkohol und Diane 35: Was ist zu beachten?
Alkohol ist nicht automatisch ein direkter Wirkstoffgegner zu Diane 35, aber er kann indirekt relevant sein:
- Regelmäßiger/hoch dosierter Alkoholkonsum: kann die Leber belasten. Da Hormone in der Leber verstoffwechselt werden, kann eine beeinträchtigte Leberfunktion die Situation verändern.
- Vergessen von Einnahmen: Alkoholbedingtes „Fehl-Einnehmen“ oder Erbrechen kann die Wirksamkeit beeinflussen.
- Wahrnehmung von Nebenwirkungen: Übelkeit, Kopfschmerzen oder Stimmungsschwankungen können durch beides (Alkohol und Medikamente) verstärkt werden.
Für eine sichere Einschätzung ist entscheidend, wie viel Alkohol Sie trinken und ob Vorerkrankungen (v. a. Leber) vorliegen.
Wichtige Arzneimittel-Wechselwirkungen
Bestimmte Wirkstoffe können die Wirkung von Diane 35 beeinflussen, indem sie den Abbau in der Leber beschleunigen oder den Hormonspiegel verändern. Dazu zählen vor allem:
- Manche Antibiotika (nicht alle sind gleich relevant, aber einige können die Wirksamkeit beeinflussen)
- Antiepileptika (z. B. Wirkstoffe, die bestimmte Leberenzyme anregen)
- Antivirale/Antimykotische Mittel je nach Wirkstoff
- Rifampicin-ähnliche Wirkstoffe (klassisch problematisch für hormonelle Wirksamkeit)
- Johanniskraut (Hypericum perforatum): kann die Spiegel senken (häufige Wechselwirkung)
- Arzneimittel, die Blutgerinnung beeinflussen: Kombinationen erfordern meist besondere Abklärung
Was bedeutet das praktisch? Wenn Sie neue Medikamente beginnen, beenden oder unregelmäßig einnehmen, klären Sie bitte in der Apotheke oder bei Ihrer Ärztin/Ihrem Arzt, ob zusätzlich verhütet werden muss.
Dosis: Wie wird Diane 35 üblicherweise dosiert?
Diane 35 wird üblicherweise nach vorgegebenem Tabletten-Schema eingenommen. Eine „freie Dosierung“ ist nicht vorgesehen. Halten Sie sich an die Packungsangaben und die ärztliche Empfehlung.
- Standardmäßig: 1 Tablette täglich.
- Abweichungen: nur auf Anweisung (z. B. bei Umstellung von anderen Präparaten).
- Behandlungsdauer bei Hautbeschwerden: Eine sichtbare Verbesserung kann Zeit benötigen. Häufig dauert es mehrere Wochen bis Monate, bis sich ein stabiler Effekt zeigt.
Bei besonderen Situationen (z. B. Umstellung nach einer anderen Pille) bespricht man das Timing am besten im Vorfeld.
Indikationen: Für wen ist Diane 35 gedacht?
Diane 35 ist vor allem für Frauen mit androgenbedingten Hautproblemen vorgesehen, bei denen eine hormonelle Behandlung als sinnvoll gilt. Die konkrete Indikation hängt von Schweregrad und vorherigen Therapieversuchen ab.
Typische Indikationsgruppen:
- Akne (z. B. mittelschwer bis schwer, hormonell beeinflusst)
- Androgenabhängige Symptome, bei denen Cyproteronacetat eine gezielte Wirkung entfalten soll
- Kombination mit Bedarf an Kontrazeption (je nach Einzelfall)
Wenn Sie nur eine sehr milde Beschwerde haben oder es Alternativen gibt, kann die Ärztin/der Arzt andere Optionen bevorzugen.
Sicherheitsprofil: Welche Risiken und Nebenwirkungen sind möglich?
Wie bei allen hormonellen Arzneimitteln können auch bei Diane 35 Nebenwirkungen auftreten. Der wichtigste Punkt ist das Risiko für Blutgerinnsel (venöse Thromboembolien) und – abhängig von individuellen Faktoren – weitere Gefäßereignisse.
Häufige oder bekannte Nebenwirkungen
- Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen
- Übelkeit, Brustspannen
- Veränderungen der Blutungsmuster (z. B. Zwischenblutungen)
- Veränderungen des Körpergewichts (bei manchen Personen)
- Vaginale Beschwerden (z. B. Ausflussveränderungen – selten unterschiedlich)
Warnzeichen: Sofort medizinisch abklären
Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn eines der folgenden Anzeichen auftritt, insbesondere wenn es neu ist oder stark ausgeprägt:
- Schmerz oder Schwellung in einem Bein (Hinweis auf Thrombose)
- Plötzliche Atemnot, Brustschmerz, blutiger Auswurf (Hinweis auf Lungenembolie)
- Plötzliche Schwäche oder Taubheit einer Körperseite, Sprach- oder Sehstörungen (Hinweis auf Schlaganfall)
- Starke, ungewöhnliche Kopfschmerzen (insbesondere mit neurologischen Symptomen)
- Starke Oberbauchschmerzen oder Gelbsucht (Leber-/Gallezeichen)
Risikofaktoren: Wer sollte besonders vorsichtig sein?
Das individuelle Risiko hängt von vielen Faktoren ab, z. B.:
- Rauchen (v. a. ab höherem Alter)
- Übergewicht
- Vorherige Thrombosen oder Gerinnungsstörungen in der Vorgeschichte
- Operationen oder längere Immobilisation
- Migräne (insbesondere mit Aura)
- Bestimmte Blutdruck- oder Gefäßerkrankungen
Eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung ist besonders wichtig, bevor eine Behandlung begonnen wird.
Praktische Anwendungstipps für den Alltag
- Feste Uhrzeit: Wählen Sie eine Zeit, die zu Ihrem Tagesablauf passt, und nehmen Sie die Tablette möglichst regelmäßig ein.
- Wecker/Reminder: Apps, Smartphone-Wecker oder Kalendererinnerungen helfen, vergessene Einnahmen zu vermeiden.
- Packung griffbereit: Halten Sie die Packung so, dass Sie sie nicht „suchen“ müssen – das reduziert Fehler.
- Bei Erbrechen/Durchfall: Prüfen Sie das Vorgehen in der Packungsbeilage; gegebenenfalls ist eine Ersatztablette erforderlich.
- Regelmäßige Kontrollen bei Hauttherapie: Beobachten Sie Hautbild und mögliche Nebenwirkungen. Bei fehlender Verbesserung nach angemessener Zeit spricht man das Vorgehen neu an.
- Neue Medikamente frühzeitig abklären: Besonders bei Antibiotika, Antiepileptika und Johanniskraut.
Alternative Optionen
Je nach Ziel (Aknebehandlung, androgenbedingte Beschwerden oder Kontrazeption) gibt es unterschiedliche Alternativen. Dazu zählen:
- Andere hormonelle Präparate (andere Gestagene/Östrogendosierungen) – Auswahl abhängig von Verträglichkeit und Risiko
- Nicht-hormonelle Akne-Therapie: topische Wirkstoffe (z. B. mit antiseptischen oder entzündungshemmenden Effekten), ggf. systemische Optionen
- Antiandrogen-Strategien nach ärztlicher Einschätzung (manchmal in bestimmten Kombinationen)
- Hautärztliche Verfahren: z. B. bei schweren Verläufen (je nach Land und individueller Situation)
Ihre Ärztin/Ihr Arzt kann beurteilen, welche Option am besten zu Schweregrad, Nebenwirkungsrisiko und Vorerkrankungen passt.
Markt- und Rechtskontext in Österreich (allgemein)
Diane 35 ist in Österreich als Arzneimittel verfügbar und unterliegt den einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen für Arzneimittel (z. B. Zulassung, Kennzeichnung, Abgabevorschriften und Sicherheitsanforderungen). Wie bei anderen hormonellen Präparaten gelten auch Informations- und Warnhinweise, die in der Packungsbeilage bzw. im Rahmen der Produktkennzeichnung dokumentiert sind.
Für die praktische Bestellung und Abgabe in Österreich gelten außerdem die Regeln zur Einfuhr/Verfügbarkeit, Lagerung und den Anforderungen an Versandapotheken. Verfügbarkeit und konkrete Packungsgrößen können variieren.
Aktuelle Hinweise und „Guidance“ (patientenrelevante Einordnung)
In den letzten Jahren wurden bei kombinierten hormonellen Präparaten wiederholt Sicherheitsaspekte betont, insbesondere im Hinblick auf das Risiko von Blutgerinnseln sowie auf die Bedeutung der individuellen Risikoeinschätzung. Für Patientinnen ist dabei besonders relevant:
- Nutzen-Risiko-Prüfung vor Beginn und bei Veränderungen (neue Symptome/Erkrankungen)
- Aufklärung über Warnzeichen (Thrombose/Embolie/Schlaganfall)
- Konsequente Einnahme und Beachtung von Wechselwirkungen
- Neubewertung bei fehlender Wirksamkeit nach angemessener Zeit
Wenn sich Ihre Gesundheit verändert (z. B. Operation, neue Migräne, neues Rauchen, wesentliche Gewichtsveränderungen), sprechen Sie dies bitte zeitnah an.
Lieferung und Verfügbarkeit (Österreich)
In einer Online-Apotheke ist Diane 35 in der Regel abhängig von Bestand, Packungsgröße und Lieferfähigkeit verfügbar. Die tatsächliche Lieferzeit kann je nach Region und Bestellvolumen variieren.
- Verfügbarkeit: kann tagesaktuell schwanken.
- Versand: erfolgt üblicherweise innerhalb der in Österreich geltenden Zustellzeiten.
- Diskretion: Versand erfolgt in der Regel entsprechend den üblichen Standards für Arzneimittel.
Kontrollieren Sie bitte vor dem Kauf die Angaben zu Lieferzeit, Verpackungsgröße und den aktuell verfügbaren Produkten im Shop.
FAQ – Häufige Fragen zu Diane 35
1) Ist Diane 35 nur für Akne gedacht?
Diane 35 wird vor allem bei androgenbedingten Hautbeschwerden wie Akne eingesetzt und kann außerdem kontrazeptive Wirkung haben. Die genaue Indikation hängt von Ihrem Beschwerdebild und Ihrer Risikosituation ab.
2) Wann sehe ich eine Verbesserung?
Bei Hautbeschwerden kann es einige Zeit dauern, bis sich ein stabiler Effekt zeigt. Häufig ist nach mehreren Wochen eine erste Tendenz sichtbar, aber eine vollständige Beurteilung erfolgt eher über mehrere Monate. Wenn nach einer angemessenen Zeit keine ausreichende Wirkung erkennbar ist, sollte die Therapie neu bewertet werden.
3) Kann ich die Tablette mit oder ohne Essen einnehmen?
In der Regel ist die Einnahme unabhängig von Mahlzeiten möglich. Wichtig ist vor allem, dass die Tablette aufgenommen werden kann—bei starkem Erbrechen oder Durchfall ist besondere Aufmerksamkeit nötig.
4) Was passiert, wenn ich einen Einnahmetag vergesse?
Das Vorgehen hängt von der Situation ab (Anzahl vergessener Tabletten und Zeitpunkt). Bitte schlagen Sie die Packungsbeilage nach oder fragen Sie in der Apotheke nach, um den besten nächsten Schritt zu bestimmen.
5) Beeinflusst Alkohol die Wirkung?
Alkohol beeinträchtigt nicht zwangsläufig direkt die Wirksamkeit, kann aber indirekt relevant sein (z. B. durch Übelkeit/Erbrechen, das Vergessen von Einnahmen oder Belastung der Leber bei starkem/regelmäßigem Konsum). Bei Unsicherheit lohnt eine Rückfrage.
6) Welche Medikamente dürfen nicht gleichzeitig eingenommen werden?
Einige Arzneimittel können den Hormonspiegel beeinflussen oder Nebenwirkungsrisiken erhöhen (z. B. bestimmte Enzym-induzierende Mittel, Johanniskraut, einige Antiepileptika u. a.). Sagen Sie in der Apotheke unbedingt, welche Medikamente Sie einnehmen—auch Nahrungsergänzungen.
7) Ist Diane 35 bei Migräne geeignet?
Das hängt von der Art der Migräne ab (z. B. Migräne mit oder ohne Aura) und von weiteren Risikofaktoren. Da das Gefäßrisiko eine wichtige Rolle spielt, sollte das individuell beurteilt werden.
8) Wann muss ich sofort medizinisch Hilfe holen?
Bei Warnzeichen wie einseitiger Beinschwellung, plötzlicher Atemnot, starken Brustschmerzen, Schlaganfall-ähnlichen Symptomen oder ungewohnten starken Kopfschmerzen ist sofort medizinische Abklärung notwendig.
Zusammenfassung
Diane 35 kombiniert Cyproteronacetat und Ethinylestradiol und wirkt über die Reduktion der Androgenwirkung sowie über die hormonelle Zyklussteuerung. Dadurch kann es bei bestimmten androgenbedingten Hautbeschwerden (wie Akne) zu einer Verbesserung beitragen. Die Anwendung erfolgt in einem festen Einnahmeschema, idealerweise zur gleichen Uhrzeit. Wie bei allen kombinierten hormonellen Präparaten sind mögliche Nebenwirkungen und insbesondere das Risiko von Blutgerinnseln ernst zu nehmen. Wichtig sind die Beachtung von Wechselwirkungen, eine zuverlässige Einnahme und die Kenntnis von Warnzeichen.
Wenn Sie unsicher sind, ob Diane 35 für Sie geeignet ist oder wie Sie es in Ihrer Situation korrekt anwenden, lassen Sie sich in der Apotheke oder durch Ihre behandelnde Ärztin/Ihren behandelnden Arzt beraten.

